CNC Fräsen lernen und Drehmaschinen perfekt bedienen

Der Weg zum erfahrenen Facharbeiter kann beschwerlich sein. Eine gute Ausbildung sowie eine ständige Fortbildung sind erforderlich, denn wer glaubt, per Do it yourself einen Kreis online programmieren lernen zu können, wird schnell erfahren, dass Profis zu mehr fähig sein müssen. Wenn bei der Fräsbearbeitung ein Fehler unterlaufen ist, weil die Kalkulation der Fräsdaten anhand von NM nicht korrekt war oder weil der Beauftragte die Frästiefe bei einem Gewinde justieren erst erlernen musste, ist guter Rat teuer. Deshalb gehört zu einer guten Aus- und Weiterbildung viel mehr als nur die Fräszyklen in den Unterlagen nachzulesen.

In seiner Lehre lernt der Auszubildende viele wichtige Details. Er erhält eine Erklärung der Fräsverfahren, Bezugspunkte oder Steuerungsarten. Ein Fachmann sollte ihm die Grundlagen des CNC Fräsens aufzeigen. Nach seiner Lehrzeit muss jeder Auftragnehmer Fehler, welche bei der CNC Fräsbearbeitung entstehen, vermeiden oder frühzeitig erkennen. Er soll mit den Begriffen Rapid Prototyping sowie RepRap ebenso umgehen wie mit den PAL Aufgaben eines CNC Fräsers. Abkürzungen wie STL und M13 müssen geläufig sein. Welches Dateiformat für Vorteile bei Fräsaufgaben hat dürfte bekannt sein. Welche Leistung von einem Techniker zu erwarten ist, bleibt natürlich abhängig von seiner Berufsausbildung sowie Schulungen. Doch mit einer Werkzeugvermessung an der Fräse oder einem Koordinatensystem mit XYZ muss er vertraut sein. Teilnehmer müssten eine Z-Achse ausrichten sowie eine X-Achse einstellen können. Er wird Koordinaten einmessen oder eine Gefährdungsbeurteilung durchführen. Ein Kreisbogen sollte ebenfalls von ihm zu fräsen sein als auch eine geringe Toleranz beim Nullpunkt berücksichtigen. Schließlich hat ein Fachmann zu wissen, was Toleranzen sind, wie er den Werkstücknullpunkt festlegt, welche Datei für technische Zeichnungen relevant ist und was Vorschubgeschwindigkeit bedeutet. Ein Werkstück zu spannen soll eine ausgelernte Fachkraft so sicher beherrschen wie die Basic´s der Nullpunktverschiebung. Welche Fräser für das Training an hochwertigen Maschinen in seinen Lehrjahren in Frage kommen, darf nicht zur Diskussion stehen. Vielmehr ist in seiner Ausbildungszeit klar, dass manche Funktion schwer ohne Beispiel zu erklären ist. Als Fräsübung dient ein Würfel oder eine andere Zeichnung, doch jeder Ausbilder soll Wert darauf legen, seine Schützlinge theoretisch und praktisch zu unterweisen. Ein Praktikumsbericht enthält zum Beispiel die Ansteuerung der Schnittdaten, mögliche Schrittverluste bei einer Schnittgeschwindigkeit sowie Auszüge einer Fräserradiuskorrektur. Bei Auszubildenden müssen solche Fakten durchaus vermittelt werden. Sie werden den Referenzpunkt ermitteln können, ein Programmbeispiel für das Fräsen kennenlernen und schließlich die Voraussetzungen für das Bedienen erkennen. Nach ihrer Ausbildung sollen sie beurteilen, bei welcher Radiuskorrektur sich ein Programm schreiben lässt und wann eine Parameterprogrammierung notwendig ist. Berechnungen zu Formeln müssen vertraut sein, mit einem Zeichenprogramm für Profis studieren sie den richtigen Umgang schon in der Lehre. Auch die Vorgehensweise beim Verkabeln sollen Azubis beherrschen. Wenn sie per Tabelle den Vorschub berechnen sowie die Vorschubberechnung beim Fräsen nicht nur dem Computer überlassen, ist eine solide Basis in der Theorie gelegt. Solche Lehrlinge kennen den Unterschied zwischen CNC Dreher und Zerspanungsmechaniker. Sie verinnerlichen sich eine Freeware Simulation zu bedienen und wissen in der Theorie ein Simulationsprogramm zu beurteilen. Ein Referat über die Sicherheitsvorschriften sollte ihren Bildungsweg genauso abrunden wie Kenntnisse in der Programmiersprache. Eine PAL Prüfungsvorbereitung ist die Basis für das Bestehen seiner Prüfung.

CNC drehen und fräsen lernen

Ein versierter Techniker weiß, dass der Wartung eine besondere Bedeutung zu Gute kommt. Er weiß, dass ein Musterprogramm entsprechende M Funktionen ansteuern muss. Er durfte Fräsbeispiele über ein Lernprogramm simulieren. Vielleicht wurden ihm die G Funktionen in einem eBook erklärt. Dann dürfte klar sein, was G02, G03, G2, G3, G41, G42, G72, G81 und G90 bedeutet. Überhaupt ist dem Ausgebildeten der G-Code geläufig. Das gilt gleichermaßen für die Funktionsweise der G-Befehle beim PAL Programm. Ein Vortrag zum Fräszyklus ist somit für den ausgebildeten Fräser ebenso wichtig wie die Fähigkeit, die Fräsgeschwindigkeit im Uhrzeigersinn einrichten zu können. Die Drehzahl zu kalibrieren ist von hoher Relevanz, weil eine Drehzahlberechnung bei Fräs-Ideen zu überraschenden Ergebnissen führen kann. Er hat die Betriebsanleitung zu lesen, um einen Unfall zu vermeiden. So erfährt er unter anderem den Stromverbrauch in der Betriebsanweisung. Auch erkennt er, wie Fräs-Vorlagen den Einstieg in die Bedienung erleichtern. Er beurteilt jede Bedeutung von I und J bei seiner Fräsmaschine, zudem wendet er alle M-Befehle sicher an. Dieses Fachwissen zeigt schnell, ob eine Lernsoftware für Einsteiger hilft, einen Eignungstest zu bestehen. Dies dürfte nur bei Ausnahmen der Fall sein. Ein Beispielprogramm mag einen ersten Einblick in Radien, in den Programmaufbau, in eine Kreisinterpolation oder in ein Einrichteblatt vermitteln. Bei einem Wartungsplan kann die Bedienungsanleitung weiterhelfen. Doch sie wird keinesfalls zeigen, welches Alu zum Arbeitsplan in Betracht kommt. Deshalb hilft am Ende nur eine fundierte Ausbildung mit einer ständigen Weiterbildung, damit jeder Dreher immer auf dem Laufenden bleibt.